Lieber Wolfgang,
Du wolltest ein paar Detailinformationen über unsere Oliven und unser Öl. Also den poetischen Teil kannst Du als Schriftsteller und Verleger wahrscheinlich sehr viel schöner schreiben als ich, so daß ich Dir jetzt einfach ein paar Sachinformtionen über "unsere" Oliven gebe:
Es gibt ja über 60 Olivensorten in Griechenland; große, kleine, runde, längliche, saftige und fleischige, ganz abgesehen von den vielen Geschmacksrichtungen.
Die drei großen Olivengebiete in Griechenlands sind Kreta, Kalamata und Lesbos: mit 11 Millionen Bäumen! Das Olivenöl von Lesbos ist bisher überregional kaum bekannt. Das liegt daran, daß Marketing hier noch ein Fremdwort ist, und daß die restliche Bevölkerung Griechenlands lieber ein schweres Öl verwertet. Es ist nämlich eine der Besonderheiten unseres Öls, daß es leicht verdaulich und gut verträglich ist. Je mehr Sonne die Oliven bekommen, um so besser werden sie, und hier in dieser Ecke Griechenlands ist wohl die größte Sonneneinstrahlung Europas.
Also auf Lesbos werden hauptsächlich die Sorten Kolovi, Ladolia und Adramitiani angebaut. Die letztere kommt von der kleinasiatischen Küste und ist in Griechenland nur auf Lesbos zu finden. Sie bringt nie riesige Erträge, auch das mag ein Grund sein, weshalb sie nicht in anderen Gegenden kultiviert wird. Sie hat ein schmales hartes Blatt; wird dunkelrotblau (nicht schwarz oder dunkelbraun) und ist im November und Dezember reif. Sie gibt 22-25 % Öl aus ihrer Frucht, das ist im Vergleich zu anderen Sorten ( bis zu 40%) nicht sehr viel. Sie ist leicht und mit ausgezeichnetem fruchtigem Aroma, ganz frisch (also ein bis zwei Monate nach dem Pressen ist das Öl etwas pfeffrig).
Also auf Lesbos werden hauptsächlich die Sorten Kolovi, Ladolia und Adramitiani angebaut. Die letztere kommt von der kleinasiatischen Küste und ist in Griechenland nur auf Lesbos zu finden. Sie bringt nie riesige Erträge, auch das mag ein Grund sein, weshalb sie nicht in anderen Gegenden kultiviert wird. Sie hat ein schmales hartes Blatt; wird dunkelrotblau (nicht schwarz oder dunkelbraun) und ist im November und Dezember reif. Sie gibt 22-25 % Öl aus ihrer Frucht, das ist im Vergleich zu anderen Sorten ( bis zu 40%) nicht sehr viel. Sie ist leicht und mit ausgezeichnetem fruchtigem Aroma, ganz frisch (also ein bis zwei Monate nach dem Pressen ist das Öl etwas pfeffrig).
Es ist wirklich etwas Besonderes, dieses Öl, und meistens bleibt es zu Hause beim Olivenbauern. Unsere Gäste waren alle so begeistert vonunserem Öl, daß wir uns freuen, wenn Du nun einen Anfang machst, um es in Deutschland bekannt zu machen und zu vertreiben. Der Bedarf für einen Jahreshaushalt ist ja schlecht in einem Urlaubskoffer unterzubringen, und auch nicht jeder, der gutes Olivenöl liebt, kann einmal im Jahr nach Lesbos fahren .
Die übrigen Bauern im Dorf beobachten uns neugierig bei unserer naturbelassenen Feldpflege und unserem Kaltpressvorgang (32 Grad), der zwar etwas weniger Ertrag bringt, dafür aber das Gute im Öl erhält. Einige fragen uns, ob sie mitmachen können, und das freut uns sehr, denn dadurch können wir den steigenden Bedarf in Zukunft decken.
So, das wären ein paar Worte zu unserem Öl. Ich hoffe, es hilft Dir und Deinen Kunden weiter? Ich rufe Dich in den nächsten Tagen nochmal an, auch wegen des wunderbaren Buches "Botschaften der Urvölker" von Anne Wilson-Schaef aus Deinem Verlag. Ich lese seit langem jeden Abend vor dem Einschlafen darin, und es ist immer eine große Bereicherung.